90 Schülerinnen und Schüler erleben Schule und Kloster einmal ganz anders
Wie fühlt es sich an, eine Nacht in der eigenen Schule zu verbringen? Was gibt es eigentlich hinter den Türen des Klosters zu entdecken? Und wie wächst aus drei neuen Klassen eine Gemeinschaft?
Antworten auf diese Fragen konnten die rund 90 Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen des Hermann-Josef-Kollegs bei den Kloster-Kennenlerntagen vom 25. bis 26. September erleben.
Los ging es am Freitagmorgen mit dem Ankommen und dem Einrichten der Schlafplätze. Gepäck und mitgebrachtes Essen wurden zunächst in den Klassenräumen verstaut. Die Kinder hatten von zu Hause unterschiedlichste Speisen mitgebracht – Obst, Gemüse, Wurst, Gebäck und vieles mehr. Daraus entstand ein buntes gemeinsames Mittagsbuffet, an dem sich alle bedienen konnten.
Um 9:30 Uhr ging es dann auf den Pater-Jordan-Pfad rund um das Kloster. Durch das Kuttenbachtal und den Wald führte der Weg zu verschiedenen Stationen. Dabei ging es nicht nur darum, den Gründer der Salvatorianer, Pater Franziskus Jordan, kennenzulernen. Die Schülerinnen und Schüler waren auch eingeladen, über sich selbst nachzudenken: Was wünsche ich mir für meine neue Schule? Und was bedeutet es, gemeinsam unterwegs zu sein? Wer und wie bin ich in meiner neuen Schulgemeinschaft?
Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Verschiedene Kennenlernspiele halfen dabei, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a, 5b und 5c untereinander besser kennenlernen konnten.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen am großen Buffet begann ab 13 Uhr ein buntes Freizeitprogramm. Ob Schwimmen, Minigolf, Wikinger-Schach, Tischtennis, Fußball oder Calisthenics – für jeden war etwas dabei. Wer es ruhiger angehen wollte, konnte Mandalas gestalten, Armbändchen basteln, reden, entspannen oder einfach einmal „nichts tun“.
Ab 15:30 Uhr öffneten sich dann Türen, die im Schulalltag sonst eher verschlossen bleiben. Die Klassen erhielten Führungen durch die Sakristei der Basilika und das Basilikamuseum. Später konnten die Schülerinnen und Schüler bei einer besonderen Klosterführung Bereiche kennenlernen, die normalerweise nicht für Gäste zugänglich sind. Auch der hauseigene Friedhof der Mitbrüder und Schwestern sowie weitere Teile der Klosteranlage wurden erkundet. Dabei gab es natürlich jede Menge Fragen – und manche überraschende Einblicke in das Leben im Kloster.
Bei bestem Wetter wartete am Abend ein weiterer Höhepunkt: Auf dem Schulinnenhof wurden große Party-Pizzen miteinander geteilt. Gemeinsam essen, erzählen und lachen – eine gute Gelegenheit, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen.
Um 20:30 Uhr wurde es schließlich ruhiger. Zum Abendgebet versammelten sich alle in der Klosterkapelle. Bei Kerzenschein wurden Lieder gesungen und eine biblische Geschichte gehört. Danach ging es zurück in die Klassenräume, wo bereits die Schlafplätze auf Matratzen, Feldbetten und Isomatten vorbereitet waren.
Von besonders viel Schlaf kann dabei allerdings nicht unbedingt die Rede sein. Eine gemeinsame Übernachtung mit 90 Kindern ist schließlich etwas Besonderes – und bietet natürlich auch nachts noch genügend Gesprächsstoff.
Am nächsten Morgen wurde zunächst gemeinsam im Kloster gefrühstückt. Danach hieß es: Schlafsäcke zusammenpacken, Klassenräume aufräumen und die letzten Spuren der Übernachtung beseitigen. Gegen 10:30 Uhr wurden die Schülerinnen und Schüler schließlich von ihren Eltern abgeholt.
Zwei Tage voller Begegnungen, Bewegung, Gemeinschaft, Spaß und besonderer Einblicke in das Leben am Hermann-Josef-Kolleg gingen damit zu Ende.
Ein besonderer Start für unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler – und eine erste gemeinsame Erfahrung nach dem Motto: Schule, Kloster und Gemeinschaft gehören hier ganz selbstverständlich zusammen. (PS)




