2026/2027

90 Schü­le­rin­nen und Schü­ler erle­ben Schu­le und Klos­ter ein­mal ganz anders

Wie fühlt es sich an, eine Nacht in der eige­nen Schu­le zu ver­brin­gen? Was gibt es eigent­lich hin­ter den Türen des Klos­ters zu ent­de­cken? Und wie wächst aus drei neu­en Klas­sen eine Gemein­schaft?

Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen konn­ten die rund 90 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der neu­en 5. Klas­sen des Her­mann-Josef-Kol­legs bei den Klos­ter-Ken­nen­lern­ta­gen vom 25. bis 26. Sep­tem­ber erle­ben.

Los ging es am Frei­tag­mor­gen mit dem Ankom­men und dem Ein­rich­ten der Schlaf­plät­ze. Gepäck und mit­ge­brach­tes Essen wur­den zunächst in den Klas­sen­räu­men ver­staut. Die Kin­der hat­ten von zu Hau­se unter­schied­lichs­te Spei­sen mit­ge­bracht – Obst, Gemü­se, Wurst, Gebäck und vie­les mehr. Dar­aus ent­stand ein bun­tes gemein­sa­mes Mit­tags­buf­fet, an dem sich alle bedie­nen konn­ten.

Um 9:30 Uhr ging es dann auf den Pater-Jor­dan-Pfad rund um das Klos­ter. Durch das Kut­ten­bach­tal und den Wald führ­te der Weg zu ver­schie­de­nen Sta­tio­nen. Dabei ging es nicht nur dar­um, den Grün­der der Sal­va­to­ria­ner, Pater Fran­zis­kus Jor­dan, ken­nen­zu­ler­nen. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler waren auch ein­ge­la­den, über sich selbst nach­zu­den­ken: Was wün­sche ich mir für mei­ne neue Schu­le? Und was bedeu­tet es, gemein­sam unter­wegs zu sein? Wer und wie bin ich in mei­ner neu­en Schul­ge­mein­schaft?

Natür­lich durf­te auch der Spaß nicht zu kurz kom­men. Ver­schie­de­ne Ken­nen­lern­spie­le hal­fen dabei, dass sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 5a, 5b und 5c unter­ein­an­der bes­ser ken­nen­ler­nen konn­ten.

Nach dem gemein­sa­men Mit­tag­essen am gro­ßen Buf­fet begann ab 13 Uhr ein bun­tes Frei­zeit­pro­gramm. Ob Schwim­men, Mini­golf, Wikin­ger-Schach, Tisch­ten­nis, Fuß­ball oder Calis­the­nics – für jeden war etwas dabei. Wer es ruhi­ger ange­hen woll­te, konn­te Man­da­las gestal­ten, Arm­bänd­chen bas­teln, reden, ent­span­nen oder ein­fach ein­mal „nichts tun“.

Ab 15:30 Uhr öff­ne­ten sich dann Türen, die im Schul­all­tag sonst eher ver­schlos­sen blei­ben. Die Klas­sen erhiel­ten Füh­run­gen durch die Sakris­tei der Basi­li­ka und das Basi­li­ka­mu­se­um. Spä­ter konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei einer beson­de­ren Klos­ter­füh­rung Berei­che ken­nen­ler­nen, die nor­ma­ler­wei­se nicht für Gäs­te zugäng­lich sind. Auch der haus­ei­ge­ne Fried­hof der Mit­brü­der und Schwes­tern sowie wei­te­re Tei­le der Klos­ter­an­la­ge wur­den erkun­det. Dabei gab es natür­lich jede Men­ge Fra­gen – und man­che über­ra­schen­de Ein­bli­cke in das Leben im Klos­ter.

Bei bes­tem Wet­ter war­te­te am Abend ein wei­te­rer Höhe­punkt: Auf dem Schul­in­nen­hof wur­den gro­ße Par­ty-Piz­zen mit­ein­an­der geteilt. Gemein­sam essen, erzäh­len und lachen – eine gute Gele­gen­heit, den Tag noch ein­mal Revue pas­sie­ren zu las­sen.

Um 20:30 Uhr wur­de es schließ­lich ruhi­ger. Zum Abend­ge­bet ver­sam­mel­ten sich alle in der Klos­ter­ka­pel­le. Bei Ker­zen­schein wur­den Lie­der gesun­gen und eine bibli­sche Geschich­te gehört. Danach ging es zurück in die Klas­sen­räu­me, wo bereits die Schlaf­plät­ze auf Matrat­zen, Feld­bet­ten und Iso­mat­ten vor­be­rei­tet waren.

Von beson­ders viel Schlaf kann dabei aller­dings nicht unbe­dingt die Rede sein. Eine gemein­sa­me Über­nach­tung mit 90 Kin­dern ist schließ­lich etwas Beson­de­res – und bie­tet natür­lich auch nachts noch genü­gend Gesprächs­stoff.

Am nächs­ten Mor­gen wur­de zunächst gemein­sam im Klos­ter gefrüh­stückt. Danach hieß es: Schlaf­sä­cke zusam­men­pa­cken, Klas­sen­räu­me auf­räu­men und die letz­ten Spu­ren der Über­nach­tung besei­ti­gen. Gegen 10:30 Uhr wur­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler schließ­lich von ihren Eltern abge­holt.

Zwei Tage vol­ler Begeg­nun­gen, Bewe­gung, Gemein­schaft, Spaß und beson­de­rer Ein­bli­cke in das Leben am Her­mann-Josef-Kol­leg gin­gen damit zu Ende.

Ein beson­de­rer Start für unse­re neu­en Fünft­kläss­le­rin­nen und Fünft­kläss­ler – und eine ers­te gemein­sa­me Erfah­rung nach dem Mot­to: Schu­le, Klos­ter und Gemein­schaft gehö­ren hier ganz selbst­ver­ständ­lich zusam­men. (PS)