Zehntklässler führen Siebtklässler durch Trier
Lateinunterricht endet am HJK Steinfeld nicht an der Klassenzimmertür. Das zeigte ein neues Exkursionsformat, das Frau Koppenstedt, Frau Knoll und Herr Schließmeyer am 10.07.26 erstmals mit den Lateinkursen der Jahrgangsstufe 10 erprobten.
Statt einer klassischen Führung übernahmen diesmal die Schülerinnen und Schüler selbst die Verantwortung: In kleinen Teams planten sie eigenständig Stadtführungen für jeweils eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7. Bereits im Vorfeld mussten Routen entwickelt, Sehenswürdigkeiten ausgewählt und Informationen aufbereitet werden. Nach der gemeinsamen Anreise mit der Bahn von Urft nach Trier wurden die Planungen vor Ort noch einmal abgestimmt, bevor die Gruppen auf unterschiedlichen Wegen die Römerstadt erkundeten.
Auf den bis zu sieben Kilometer langen Rundgängen standen unter anderem die Porta Nigra, das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Römerbrücke und die Konstantinbasilika auf dem Programm. Dabei vermittelten die Zehntklässler ihr Wissen nicht nur fachlich fundiert, sondern auch engagiert und adressatengerecht. Das positive Feedback der Siebtklässler bestätigte den Erfolg des Konzepts: Die jungen Stadtführer wurden von ihren Gruppen durchweg gelobt.
Neben historischen Kenntnissen förderte das Projekt vor allem Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit. Zugleich wurde deutlich, dass Latein weit mehr ist als Grammatikunterricht – die antike Welt wird dort lebendig, wo Geschichte an ihren Originalschauplätzen entdeckt werden kann.
Nach den gemeinsamen Führungen blieb Zeit, Trier auf eigene Faust zu erkunden, bevor alle Gruppen gemeinsam die Rückreise antraten. Der gelungene Testlauf macht Lust auf mehr: Eine Wiederholung dieses Formats ist bereits jetzt sehr wünschenswert.
(Sl)




