Schuljahre

Die Ski­fahrt des Her­mann-Josef-Kol­legs war auch in die­sem Jahr wie­der ein vol­ler Erfolg. Bereits bei den Anmel­dun­gen im Herbst 2016 wur­de schnell deut­lich, dass sich die Ski­fahrt immer grö­ße­rer Beliebt­heit erfreut. Ins­ge­samt 61 Anmel­dun­gen bedeu­te­ten, dass dies­mal dop­pelt so vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit­fah­ren woll­ten als wir eigent­lich mit­neh­men kön­nen. Nach­dem wir bei den Unter­künf­ten und dem Bus­un­ter­neh­men abge­klärt hat­ten, ob denn auch eine so gro­ße Grup­pe mit­fah­ren könn­te, wur­de die Schul­kon­fe­renz und die Leh­rer­kon­fe­renz gefragt, ob sie denn auch die­ser Teil­neh­mer­zahl zustim­men wür­de. Alle Betei­lig­ten waren sehr froh, als wir von bei­den Gre­mi­en das OK beka­men. So ging es also mit allen Schü­lern, den beglei­ten­den Leh­rern Herrn Kremp, Herrn Ger­hards, Frau Döp­per und Herrn Sitz sowie unse­ren ehren­amt­li­chen Ski­leh­rern Mar­kus Berg, Mar­kus Strauch, Peter Ber­ners, Chris­ti­an Kra­mer, Tho­mas Peters und Micha­el Hil­ger am Frei­tag­abend mit einem Dop­pel­de­cker­bus auf nach Süd­ti­rol. Der Ankunfts­tag dien­te zuerst ein­mal der Erho­lung von der anstren­gen­den Bus­fahrt und der Ori­en­tie­rung im Ort und in der Unter­kunft. Ab Sonn­tag ging es dann los, jeden Tag gab es von 10:30 bis 13:00 Uhr und von 14:00 bis 15:30 Uhr Ski­un­ter­richt in Grup­pen von jeweils 7–8 Schü­lern. Bei strah­len­dem Son­nen­schein lern­ten in den fol­gen­den sechs Tagen alle Schü­ler das Ski­fah­ren, selbst die steils­ten Pis­ten wur­den locker gemeis­tert. Hier muss sicher­lich die tol­le Arbeit aller Ski­leh­rer noch ein­mal her­vor­ge­ho­ben wer­den, die den Kin­dern mit gro­ßem Ein­füh­lungs­ver­mö­gen nicht nur die not­wen­di­gen Tech­ni­ken, son­dern auch ihre Begeis­te­rung für das Ski­fah­ren ver­mit­tel­ten.


Bil­der kön­nen HIER ange­schaut wer­den.

Ein wei­te­rer “Augen­zeu­gen­be­richt” von unse­rer Schü­le­rin Emma Ohrem (7c)

Unse­re Ski­frei­zeit in Lut­tach
Die Leh­rer unse­rer Schu­le muss­ten die Woche vor der Ski­frei­zeit schon gute Ner­ven haben, weil es kein ande­res The­ma mehr gab als unse­re Ski­frei­zeit. Frei­tag den 24.03.2017 ging es am Abend end­lich los.
Da es die­ses Jahr mehr als dop­pelt so vie­le Schü­ler als sonst waren, brach­te uns ein Dop­pel­de­cker­bus nach Süd­ti­rol.
Die Kin­der im obe­ren Teil des Bus­ses konn­ten nicht son­der­lich viel schla­fen, da es dort so hell war. Im unte­ren Teil ging es etwas ruhi­ger zu, wenn man mal vom Film und den Skat spie­len­den Leh­rern absah.
Ohne Stau und ziem­lich müde, kamen wir am frü­hen Mor­gen in Lut­tach an.
Da wir nicht gleich in unse­re Zim­mer konn­ten, unter­nah­men wir eine lan­ge, anstren­gen­de Wan­de­rung. Eini­gen war das Tem­po etwas zu schnell und vie­len war es zu warm, weil man sich auf Schnee ein­ge­stellt hat­te. Im Tal blüh­ten aber Blu­men und nur auf den Berg­spit­zen konn­te man den Schnee ent­de­cken. Wäh­rend der Wan­de­rung lern­ten wir auch die ande­ren Schü­ler aus Jün­ke­rath ken­nen.
Nach­dem wir unse­re Zim­mer bezo­gen hat­ten, muss­ten wir in vol­ler Aus­rüs­tung zum Apell antre­ten, damit der ers­te Ski­tag nicht den ver­ges­se­nen Hand­schu­hen oder ähn­li­chem schei­tert: Ski­kla­mot­ten, Ski­aus­rüs­tung samt Schu­he, Bril­le, Hand­schu­he, Helm und der Ski­pass muss­ten dabei sein. Eini­ge ver­ga­ßen die Son­nen­creme und muss­ten die­se dann noch aus ihrem Zim­mer holen. Das ers­te Abend­essen über­rasch­te alle posi­tiv und nach­dem wir am Abend von Herr Kremp in die Ski­re­geln ein­ge­wie­sen wur­den, fie­len wir erschöpft in unse­re Bet­ten.
Am nächs­ten Sonn­tag konn­ten es alle kaum erwar­ten end­lich Ski zu fah­ren. Am Tag zuvor sind alle Kin­der in klei­nen Grup­pen einem Ski­leh­rer zuge­teilt wor­den.
Ein Ski­bus brach­te uns zur Tal­sta­ti­on “Speik­bo­den” von der aus wir mit der Gon­del auf den Berg fuh­ren.
Oben ange­kom­men tra­fen wir unse­re Ski­leh­rer. Nach den lus­ti­gen Auf­wärm­übun­gen lern­ten die Anfän­ger­grup­pen erst­mal auf den Ski­ern zu ste­hen, zu brem­sen und Kur­ven zu fah­ren. Am Nach­mit­tag fuh­ren wir schon die blau­en Pis­ten rechts und links vom Zau­ber­tep­pich. An die­sem Tag konn­ten wir uns noch nicht vor­stel­len in der einen Woche schon schwar­ze Pis­ten zu fah­ren. Die Fort­ge­schrit­te­nen muss­ten ihrem Ski­leh­rer erst­mal zei­gen was sie so drauf hat­ten.
Da das Wet­ter mega warm war, waren wir am Nach­mit­tag alle froh unse­re Ski­schu­he aus­zu­zie­hen und unter die Dusche sprin­gen zu kön­nen. Nach dem lecke­ren Abend­essen stand ein gemein­sa­mer Spie­le­abend auf dem Pro­gramm. Zum Teil lern­ten wir neue, schö­ne Spie­le ken­nen. Ein belieb­tes Spiel unter den Schü­lern war „Dixit”.
Am Mon­tag­mor­gen klapp­te das Ski­fah­ren bei den Anfän­ger­grup­pen schon bes­ser. Herr Ger­hards hat­ten die Kin­der zu ver­dan­ken, dass sie mit­tags auf der Hüt­te etwas War­mes zu essen beka­men. Bei ihm konn­ten wir Bons für den nächs­ten Tag kau­fen und uns dann auf der Hüt­te zu güns­ti­ge­ren Prei­sen Piz­za, Lasa­gne, Pas­ta, Pom­mes mit Würst­chen oder auch einen Germ­knö­del holen. So gut gestärkt, klapp­te das Ski­fah­ren am Nach­mit­tag noch­mal so gut. Als wir am Nach­mit­tag wie­der in unse­ren Zim­mern waren gin­gen die meis­ten ein­kau­fen, da am Tag zuvor Sonn­tag war. An die­sem Abend hat­te Herr Ger­hards noch einen Vor­trag über Süd­ti­rol für uns. Er erzähl­te uns, war­um man hier in die­ser ita­lie­ni­schen Regi­on Deutsch spricht.
Diens­tags sind auch die Anfän­ger­grup­pen schon die ers­te rote Pis­te hin­un­ter gefah­ren. Die­se Pis­te wur­de „See­nock” genannt. Auch die blaue Pis­te vom Tag zuvor fuh­ren wir aber­mals hin­un­ter. Neu war dabei jedoch, dass die­se Pis­te uns nicht mehr so schwer vor­kam als am Mon­tag. An die­sem Abend soll­ten wir eigent­lich gemein­sam einen Film gucken. Den Film haben wir wegen Ton­pro­ble­men aller­dings nicht gucken kön­nen. Wäh­rend die Leh­rer es immer wie­der ver­such­ten spiel­ten die Schü­ler Spie­le und so wur­de der eigent­li­che Film­abend zum Spie­le­abend.
An die­sem Tag taten allen schon lang­sam die Füße und Schien­bei­ne weh. Mei­ne Anfän­ger­grup­pe hat mitt­wochs auch das ers­te Mal die Stö­cke benutzt, was in ande­ren Ski­grup­pen anders gemacht wur­de. Die Kin­der bei denen es noch nicht so gut klapp­te, bil­de­ten gemein­sam eine Grup­pe in der sich bereits auch Fort­schrit­te zeig­ten. Als wir wie­der am Hotel waren wur­den wir dar­über infor­miert, dass heu­te eine nicht ange­kün­dig­te Zim­mer­kon­trol­le statt­ge­fun­den hat­te. Bis­her waren alle immer ange­kün­digt gewe­sen. Das bes­te Zim­mer durf­te am Tag der Abrei­se als ers­tes in den Dop­pel­de­cker­bus ein­stei­gen und sich die Plät­ze aus­su­chen. Abends mach­ten wir eine Nacht­wan­de­rung. Die meis­ten hat­ten kei­ne gro­ße Lust auf die­se Wan­de­rung, weil ihnen die Füße weh­ta­ten oder sie recht müde waren, denn Ski­fah­ren ist anstren­gen­der als man glaubt.
Natür­lich waren wir auch don­ners­tags wie­der auf der Pis­te, denn einen Tag Ruhe, das gab es bei uns nicht. Wir waren mitt­ler­wei­le auch kei­ne Anfän­ger mehr, son­dern Fort­ge­schrit­te­ne, denn wir sind an die­sem Tag auch schon schwar­ze Pis­ten gefah­ren. Auch die Sonn­klar und die Gams­lai­ten sind wir an die­sem Tage mehr­mals gefah­ren.
Der Abend stand unter dem Mot­to “Schlag den Ski­leh­rer”.
Die Schü­ler muss­ten 9 Mal in unter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen gegen ihre Ski­leh­rer antre­ten. Spie­le wie “Bot­t­le-Flip”, Rück­wärts­buch­sta­bie­ren, Gum­mi­bär­chen-Wurf-Spiel, Fris­bee-Wer­fen, Tisch­ten­nis­ball-in-den-Krug-Spiel, Tisch­ten­nis, Kar­ten­pus­ten und Drei­bein­lauf stan­den auf dem Pro­gramm.
Da wir nicht woll­ten, dass unse­re Ski­leh­rer trau­rig nach Hau­se fuh­ren, haben wir sie natür­lich gewin­nen las­sen. Lei­der muss­ten wir dann am nächs­ten Tag vor dem Ski­fah­ren auf der Pis­te alle tan­zen.
Am letz­ten Tag haben wir es noch­mal geschafft alle Pis­ten die befahr­bar waren zu meis­tern. Sogar ein extra für uns auf­ge­bau­ter Sla­lom auf der Pis­te “See­nock” sind wir gefah­ren. Lei­der ver­letz­ten sich am letz­ten Tage zwei Schü­ler mei­ner Grup­pe.
Nach dem Ski­fah­ren, stand das Kof­fer­pa­cken an. Am Abend stand für alle die zum ers­ten Mal in Lut­tach waren die Ski­t­au­fe an. Was dabei geschieht bleibt aber ein Geheim­nis, wir wol­len den künf­ti­gen Teil­neh­mern ja nicht die Span­nung neh­men.
Nach dem wie­der mal lecke­ren Früh­stück muss­ten wir alle Lut­tach wie­der ver­las­sen. Natür­lich freu­ten wir uns auch auf unse­re Fami­li­en, denn wir hat­ten viel zu erzäh­len.
Die Klas­sen­fahrt nach Süd­ti­rol hat allen Spaß gemacht. Das Essen im Hotel war immer sehr lecker und abwechs­lungs­reich und wir hät­ten alle nie gedacht, dass wir so schnell das Ski­fah­ren ler­nen.
Die Leh­rer sag­ten uns auf der Heim­rei­se, dass es die har­mo­nischs­te Fahrt über­haupt gewe­sen sei. Das sagen sie wahr­schein­lich immer, aber ich fand es auch sehr schön, dass es kei­ne Strei­te­rei­en gab und sich alle toll ver­stan­den haben.