2026/2027

Wenn 65 Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam mit ihrem Tutor Herrn Schließ­mey­er und den beglei­ten­den Kol­le­gIn­nen Decker, Ehlen und Knoll abends in Stein­feld in den Bus stei­gen und am nächs­ten Mor­gen in Wien auf­wa­chen, beginnt eine Stu­di­en­fahrt, wie sie am Her­mann-Josef-Kol­leg Tra­di­ti­on hat. Vom 9. bis 16. Okto­ber erleb­te die Q2 sechs Tage in der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt, dazu zwei Rei­se­ta­ge mit Nacht­fahrt hin und zurück.

Wien bot Geschich­te zum Anfas­sen: Schloss Schön­brunn, die Hof­burg mit dem (lei­der weit­ge­hend geschlos­se­nen) Sis­si-Muse­um und eine Wan­de­rung durch die Stein­hof­grün­de mit Pick­nick. Bei den Sal­va­to­ria­nern gab es eine Füh­rung samt Besuch der Gruft, über den wir sepa­rat berich­te­ten (HIER). In der UNO-City erfuh­ren die Schü­ler, wie inter­na­tio­na­le Poli­tik orga­ni­siert wird, und das Jüdi­sche Vier­tel und der Ste­phans­dom erzähl­ten Stadt­ge­schich­te.

Beson­ders nach­hal­tig wirk­ten die Füh­run­gen zu Sucht und Obdach­lo­sig­keit. Sie zeig­ten Wien von einer Sei­te, die in kei­nem Rei­se­füh­rer steht, und mach­ten Hilfs­an­ge­bo­te eben­so greif­bar wie die Lebens­wirk­lich­keit der Betrof­fe­nen. Für vie­le war das ein Per­spek­tiv­wech­sel, über den noch lan­ge gespro­chen wur­de. Wer lie­ber Kunst woll­te, konn­te Bel­ve­de­re, Karls­kir­che und Seces­si­on besu­chen.

Dazu kamen das Haus der Musik, das Muse­ums­Quar­tier und ein Musi­cal für Musik­be­geis­ter­te. Und es ging viel zu Fuß: Die Schü­le­rIn­nen leg­ten täg­lich über 20.000 Schrit­te zurück, der Höchst­wert lag bei 36.000. Ein gemein­sa­mer Abend in einem Lokal bil­de­te den Abschluss, dann brach­te der Nacht­bus alle zurück, und am Frei­tag­mor­gen waren alle wie­der gesund und mehr oder weni­ger mun­ter in Stein­feld an.

Sol­che Fahr­ten sind für uns mehr als Aus­flü­ge. Sie machen Unter­richts­stoff greif­bar, stär­ken die Gemein­schaft und zei­gen, was unse­re Schu­le ihren Schü­le­rin­nen und Schü­lern über den Klas­sen­raum hin­aus bie­tet.

(SL)